Es muss sich die Zentrale Frage gestellt werden:
Was müsste passieren, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann?
Wenn diese Frage eindeutig beantwortet kann ist eine Berufsunfähigkeit um so sinnvoller.
Gerade Personen, die handwerkliche Tätigkeiten ausführen sind stark betroffen, während akademische Berufe eher durch psychische Erkrankungen wie Burn-Out betroffen sind.
Junge Leute und Familiengründungen
Die Berufsunfähigkeit ist besonders für junge Menschen - vor allem, wenn bereits eine Familie gegründet wurde - ein großes finanzielles Risiko.
Einkommensausfälle einer Berufsunfähigkeit in jungen Jahren können enorm sein. Wir eine Person mit 38 Jahren berufsunfähig, verliert er je nach Renteneintrittsalter fast 30 Jahre sein Einkommen, welches den Lebensstandard aufrecht erhält.
Zahlungen in die Rentenkasse fallen zusätzlich aus, wodurch die Altersbezüge geschmälert werden und die Tendenz zur Mindestsicherung auf Sozialhilfeniveau (Hartz 4) wahrscheinlicher macht.
Wichtig: Realistisch bleiben und nachdenken!
Für besonders junge Menschen ist es nahezu unvorstellbar die Diagnose "Berufsunfähig" zu erhalten: "Ich fühle mich Jung und Fit und werde bestimmt nicht so krank, dass ich meinen Job bestimmt nicht teilweise oder sogar ganz aufgeben muss."
Die Zahlen sprechen anderes:
Jede 4. Person trifft diese Situation irgendwann während seines Berufslebens!
Knapp 180.000 Beschäftige jedes Jahr!
Neben dem gesundheitlichen folgt dann oft das finanzielle Desaster!
Wirklich sinnvoll?
Ja! Bereits im Schulalter! Sagen die Experten!
Klar ist: Die meisten Jugendlichen haben noch keine Risiken, die eine Berufsunfähigkeit signalisieren. Das ist gut! Denn diese Risiken schon in jungen Jahren machen eine BU-Versicherung schnell teuer oder führen zu einer Ablehnung durch den Versicherer.
Auch befinden sich Jugendliche noch nicht in einem statistisch risikorechen Alter oder üben einen potenziell gefährlichen Beruf aus beziehungsweise besitzen gefürchtete Vorerkrankungen.
Rita Reichard von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen:
"Gerade junge Leute haben daher beste Chancen auf einen guten und günstigen BU-Tarif. Sie sollten nach Möglichkeit schon mit Beginn des Studiums oder früher eine BU-Versicherung abschließen."
Was zu einem Risiko bei Jugendlichen angelastet werden kann, sind Allergien oder ein gefährliches Hobby oder Sport. Daher rechnen die meisten Anbieter von Versicherungen mit einem allgemeinen Risiko-Pauschale für sogenannte Schüler-Versicherungen um überhaupt einige potenzielle Krankheits- und Berufsrisiken finanziell abzudecken.
Folgende Bedingungen sollten in der Police erfüllt sein:
- Absicherung gegen BU bis zum 67. Lebensjahr,
- keine weiteren Gesundheits- oder Risikoprüfungen,
- günstige Beiträge bis zum Ende der Laufzeit,
da diese während der Laufzeit
durch Beitrags- und Leistungsdynamik steigen
- Möglichkeit, den Schutz bei Berufsbeginn, Heirat,
Geburt der Kinder, höheres Gehalt,...
ohne erneute Prüfung zu verbessern
Quellen:
http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Berufsunfaehigkeit-Versicherung-Tipps,berufsunfaehigkeit100.html
http://www.stern.de/wirtschaft/versicherung/ratgeber-versicherung/berufsunfaehigkeitsversicherung--risiko-kennen--richtig-versichern-3810100.html
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/wenn-nichts-mehr-geht-eine-berufsunfaehigkeitsversicherung-ist-sinnvoll-die-wenigsten-haben-eine/9919004.html
http://www.sueddeutsche.de/geld/private-vorsorge-ab-wann-sollte-ich-mich-gegen-berufsunfaehigkeit-absichern-1.2177525
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